Hauptkennzeichen des neuen Konzepts (rechts) ist ein in das Werkzeug eingeschraubter Einsatz aus gehärtetem Metall. (Bildquelle: HRS)

Hauptkennzeichen des neuen Konzepts (rechts) ist ein in das Werkzeug eingeschraubter Einsatz aus gehärtetem Metall. (Bildquelle: HRS)

Dieser wird einfach in das Werkzeug eingeschraubt und lässt sich im Verschleißfall leicht austauschen. Dem Werkzeugbau erspart diese Lösung die zeitaufwändige Bearbeitung des herkömmlichen zylindrischen Anschnitts. Weil die Anschnittgeometrie bereits Teil des Einsatzes ist, entfallen die mit der zylindrischen Konfiguration verbundenen Schwierigkeiten hinsichtlich enger Toleranzen, großer und variabler Tiefen sowie der Koaxialität zwischen Nadel und Anschnitt. Ebenfalls vorteilhaft ist die hohe Härte des Einsatzes, aufgrund derer für die umgebenden Werkzeugplatten ein Stahl mit geringerer Härte gewählt werden kann. Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der speziellen Nadelgeometrie, bei der die konische Kontaktfläche eine bessere Beeinflussung der Nadeltemperatur ermöglicht, während die präzise ausgerichtete zylindrische Nadelspitze das Abdichten übernimmt. Bei der herkömmlichen konischen Variante entsteht immer eine typische Kunststoffschicht am Anschnittpunkt. Beim Öffnen des Werkzeugs muss diese abreißen, was zu Gratbildung führen kann. Um dies zu verhindern, sind oft sehr feinfühlige Anpassungen der Prozessbedingungen erforderlich. Durch den Wegfall dieses Grates auf Grund der zylindrischen Nadelspitze verkürzt sich die Zeit für das Optimieren der jeweiligen Prozessparameter. Eine hohe Formteilqualität wird sehr viel schneller erreicht. Eine noch höhere Anschnittqualität lässt sich durch die Kombination mit der Flexflow-Technologie erreichen. Dabei kann die Nadelposition präzise gesteuert werden, wodurch sich der Einfluss der Prozessbedingungen noch weiter reduzieren lässt.