Nur der Konturbereich wird aufgeheizt. (Bildquelle: Konstruktionsbüro Hein)

Nur der Konturbereich wird aufgeheizt. (Bildquelle: Konstruktionsbüro Hein)

Das isolierte Formenkonzept Isoform von Konstruktionsbüro Hein, Neustadt, und Nonnenmann, Winternach, ist vielen Anwendern aufgrund seiner Vorteile für die Temperierung sowie hohe Energieeffizienz, präzise Zentrierung und Prozesssicherheit bereits ein Begriff. Für die Variante Isoform-Basic präsentierten die Partner auf der Fakuma das Wechselkonzept. Das Bauteil stellte hohe Anforderungen in Bezug auf Maßhaltigkeit, Verzug sowie optimale Entlüftung und Entformung und sollte doch kostengünstig umgesetzt werden. Gemeinsam mit dem Unternehmen Mawick stellten die beiden Firmen sich mit ihrem gemeinsamen Projekt „Abdeckung“ dieser Herausforderung. Die Abdeckung wurde mit in einem Basic-Wechselwerkzeug produziert. Hier ergeben sich Vorteile für Produktqualität, Energieeffizienz, Flexibilität der Produktion und der Zeit für den Wechsel der Kavitäten; vor allem bei kurzen Werkzeugintervallen bei Materialien, die zum Formbelag neigen. Das Potenzial der Werkzeuge erstreckt sich heute von Anwendungen im Hochtemperaturbereich bei teilkristallinen Werkstoffen bis hin zur Möglichkeit der zyklusabhängigen Temperierung von amorphen Werkstoffen. Bei anderen Anwendungen liegen die Temperaturen im Konturbereich ähnlich hoch, aber die Verletzungsgefahr an den heißen Konturbereichen ist durch die isolierte Werkzeugtechnik deutlich reduziert. Das führt auch zu einer Senkung des Energieaufwandes auf bis zu 1/10 des konventionellen Werkzeugaufbaus. Man ist schneller im Prozess und die Prozesssicherheit ist nicht länger durch Werkzeugsysteme mit Säulen und ohne thermische Trennung beschränkt.