Hochtemperatur-Wärmepumpe (Bildquelle: IKS)

Hochtemperatur-Wärmepumpe (Bildquelle: IKS)

Auch hier ist ein Betrieb oft nur bis 50 °C sinnvoll. Das Potenzial für Wärmepumpen in der Industrie ist riesig. Die Substitution teurer Energieträger sorgen für den finanziellen Anreiz. Die CO2- Einsparung unterstützt die Umweltbilanz und reduziert den Treibhauseffekt. Da die Technologie der Hochtemperatur-Wärmepumpe umweltbewusst ist, wird sie staatlich gefördert. Hochtemperatur-Wärmepumpen nutzen Abwärme aus Prozessen viel besser als herkömmliche. Sie können die Heizwärme nicht wie bisher bei 80 bis 98 °C, sondern nunmehr bei bis zu 130 °C abgeben. Als Wärmequelle in kunststoffverarbeitenden Unternehmen dient hierzu der Kühlwasserkreislauf. Viele Betriebe brauchen jedoch oft nur wenig Raumheizung. Wer Heizprozesse noch mit elektrischem Strom oder fossilen Brennstoffen realisiert, sollte umdenken. IKS, Schwarzhofen, substituiert teure Heizenergie zur Temperierung von Maschinen oder Werkzeugen oder Materialtrocknung durch hochgepumpte Abwärme auf einen Heißwasser-Kreislauf. Zusätzlich stehen die Einsparungen bei der Kälteerzeugung auf der Habenseite, denn auf der Seite der Wärmequelle wird die Kälteerzeugung entlastet. Hochtemperatur-Wärmepumpen lassen sich technisch einfach nachrüsten, aber der Erfolg liegt in der Vorbereitung des Projekts. Durch Analyse der Randbedingungen ist der richtige Integrationspunkt zu finden. Sollte das Heißwasser in den Prozessen einmal nicht benötigt werden, kann man auf Raumheizung oder Warmwassererzeugung umschalten.

Halle A7, Stand 7511