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Uneins über die Strategie: Vorstandsmitglied Matthias Kaufmann verlässt die RKW-Gruppe.
(Bildquelle: vege – fotolia.com)

Matthias Kaufmann war seit 1998 in verschiedenen Funktionen in der Unternehmensgruppe tätig. 2010 übernahm er als Vice President die Verantwortung für das Konsumverpackungsgeschäft. Im Januar 2013 wurde er in den Vorstand berufen und führte seitdem die Division Packaging sowie die Zentralfunktionen Vertrieb, Marketing & Communications sowie Sustainability und R&D.

Kaufmann verantwortete zwischen 2009 und 2013 den Aufbau des Produktionsstandortes RKW Egypt, mit dem der Grundstein für die Expansion im Mittleren Osten gelegt wurde. Unter seiner Leitung wurde das Packaging-Geschäft gestärkt und das Produktportfolio optimiert. Er trieb den Ausbau des Standorts in Vietnam voran und schuf u.a. durch den Transfer von Technologien die Basis für weiteres Wachstum in Südostasien. Als Vorstand war Kaufmann maßgeblich an der Ausarbeitung der Unternehmensstrategie RKW 2025 und der Steigerung des operativen Gewinns der Gruppe seit 2012 beteiligt.

„Wir bedauern die Entscheidung von Herrn Kaufmann, danken ihm für seine langjährige, erfolgreiche Tätigkeit und wünschen ihm für seine berufliche und persönliche Zukunft alles Gute“, so Dr. Rudolf Wehrli, Vorsitzender des Aufsichtsrats. Der Schweizer Manager Wehrli, der auch Verwaltungsratspräsident des Chemiekonzerns Clariant ist, übernahm im Juli 2017 den Vorsitz des Aufsichtsrats der RKW-Gruppe.

Das Frankenthaler Unternehmen ist nach eigener Auskunft Marktführer in den Bereichen Hygiene- und Agrarfolien, Folien für die Getränkeindustrie und Verpackungen für pulvrige Güter. Weiterhin liefert das Unternehmen Folien und Vliesstoffe für Medizinanwendungen, für die chemische und weiterverarbeitende Industrie sowie für den Bausektor. Im Geschäftsjahr 2016 erzielte RKW einen Gesamtumsatz von 902 Millionen Euro. Rund 3.000 Mitarbeiter an weltweit über 20 RKW-Standorten verarbeiten jährlich 380.000 Tonnen Kunststoffe.