Die für die Direktverarbeitung genutzte Spritzgießmaschine ist durch einen Austausch des Spritzaggregats auch konventionell nutzbar. (Bildquelle: Arburg)

Die für die Direktverarbeitung genutzte Spritzgießmaschine ist durch einen Austausch des Spritzaggregats auch konventionell nutzbar. (Bildquelle: Arburg)

Seit dem Beginn der Entwicklungsarbeiten im Jahr 2009 stößt das Verfahren zum Faser-Direkt-Compoundieren, das erstmals auf der Fakuma 2012 für das Fachpublikum zugänglich war, gemäß SKZ auf großes Interesse bei Industriekunden. Die Zuführung und Verarbeitung von Fasern direkt vom Roving ermöglicht einerseits deutliche Materialkosteneinsparungen im Vergleich zu Langglasfasergranulat und bringt andererseits signifikante Vorteile hinsichtlich der Faserlängenverteilung im Bauteil.

Das vom dem Würzburger Kunststoffzentrum patentierte und von Arburg exklusiv vertriebene Verfahren ermöglicht es, den gewünschten Faseranteil direkt über die Maschinensteuerung einzustellen. Somit reduzieren sich auch Lagerkosten für unterschiedliche Granulate. Zudem sind die für die Direktverarbeitung genutzten Spritzgießmaschinen durch einen Austausch des Spritzaggregats auch konventionell nutzbar. Im SKZ kommt eine Maschine vom Typ Allrounder 920S zum Einsatz.

Auch die Qualitätssicherung kommt nicht zu kurz: Die in dem Kunststoffzentrum entwickelten Verfahren zur Inline-Thermografie und zur Inline-Gewichtskontrolle bieten gemäß SKZ in Kombination mit den in der Maschine integrierten Qualitätsfunktionen optimale Möglichkeiten zur 100 %-Teilekontrolle. Weiterführende Entwicklungsarbeiten sollen zukünftig auch die Verarbeitung von rieselfähigen Schnittfasern und Recyclingfasern sowie von Fasermischungen ermöglichen.