BASF erhöht Preis für Neopentylglykol (NPG)

Stammwerk der BASF Gruppe in Ludwigshafen (Bildquelle: BASF)

„BASF ist gut in das Jahr 2017 gestartet“, sagte Dr. Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender von BASF, Ludwigshafen. „Die Nachfragetrends, die wir im Verlauf des Jahres 2016 gesehen haben, setzten sich im 1. Quartal fort.“ Dagegen schloss BASF das Geschäftsjahr 2016 weniger gut ab: Unter anderem wegen des Verkaufs des Gashandels- und Speichergeschäfts an Gazprom drückte den Umsatz (insgesamt minus 18 Prozent im Vorjahresvergleich). Auch der Gewinn sank, allerdings aufgrund gestiegener Absatzmengen um vergleichsweise moderate 6 Prozent. Schuld waren hier die gesunkenen Verkaufspreise.

Im 1. Quartal 2017 stieg der Umsatz der BASF-Gruppe um 19 Prozent auf 16,9 Mrd. EUR. Die positive Mengenentwicklung der vergangenen Quartale setzte sich in allen Segmenten fort und führte zu einem Absatzanstieg von 8 Prozent. Zudem erzielte das Unternehmen deutlich höhere Verkaufspreise (plus 8 Prozent), vor allem im Segment Chemicals. Währungseffekte sowie das im Dezember 2016 von Albemarle übernommene Chemetall-Geschäft trugen ebenfalls zum Umsatzanstieg bei.

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (Ebit) vor Sondereinflüssen der BASF-Gruppe stieg um 29 Prozent auf 2,5 Mrd. EUR, davon 2 Mrd. EUR im Chemiegeschäft, das die Segmente Chemicals, Performance Products und Functional Materials & Solutions umfasst. Das Ergebnis im Chemiegeschäft stieg damit um 37 Prozent. Im Zusammenhang mit dem Unfall im Landeshafen Nord in Ludwigshafen im vergangenen Oktober erhielt BASF eine erste Versicherungszahlung von 100 Mio. EUR. Rund Dreiviertel dieses Betrags wurde im Segment Chemicals erfasst. Der Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter stieg um 322 Mio. EUR auf 1,7 Mrd. EUR.

VCI bestätigt Dr. Kurt Bock als Vizepräsident

Dr. Kurt Bock ist Vorstandsvorsitzender von BASF. (Bildquelle: BASF)

Ausblick auf Gesamtjahr 2017 „weiterhin zurückhaltend“

„Bei unserem Ausblick für das Gesamtjahr bleiben wir weiterhin zurückhaltend. Wir sehen nach wie vor erhebliche Risiken mit Blick auf die makroökonomische Entwicklung und das politische Umfeld“, sagte Bock. „Wir bestätigen unsere Prognose 2017 für Umsatz und Ergebnis der BASF-Gruppe. Wir erwarten im Jahr 2017 ein deutliches Umsatzwachstum für die BASF-Gruppe. Nach unserer Definition entspricht das einem Umsatzanstieg um zumindest 6 Prozent. Das Ebit vor Sondereinflüssen wollen wir im Vergleich zu 2016 leicht steigern. Wir gehen davon aus, dass dieser Anstieg im oberen Bereich des Rahmens von bis zu 10 Prozent liegen wird.“


BASF bleibt größtes Chemieunternehmen Deutschlands

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