Leichter und energiesparend verarbeiten

Laborgebäude des Konzerns am Produktionsstandort Burghausen. Die Fassade des neuen Gebäudeflügels (rechts) ist mit Aluminiumverbundplatten verkleidet. (Bildquelle: Wacker Chemie)

Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von Wacker Chemie, München, belief sich nach den vorläufigen Zahlen auf 1,10 Mrd. EUR (2015: 1,05 Mrd. EUR). Es lag damit um 5 Prozent über Vorjahr, trotz deutlich geringerer Sondererträge aus einbehaltenen erhaltenen Anzahlungen und Schadenersatzleistungen von Kunden aus der Solarindustrie, in Höhe von rund 20 Mio. EUR (2015: 138 Mio. EUR). Bereinigt um diesen Effekt hat sich das Ebitda im abgelaufenen Geschäftsjahr sogar um 19 Prozent erhöht.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Geschäftsjahres 2016 ist mit 365 Mio. EUR (2015: 473 Mio. €) gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent zurückgegangen. Hier wirkten sich die deutlich höheren Abschreibungen aus. Diese beliefen sich 2016 auf rund 735 Mio. EUR (2015: 575 Mio. EUR). Das Jahresergebnis des Wacker-Konzerns liegt nach den vorläufigen Berechnungen bei 190 Mio. EUR (2015: 242 Mio. EUR).

„Sowohl unser Chemiegeschäft als auch die Absatzmengen bei Halbleiterwafern und Polysilicium haben sich im 4. Quartal gut entwickelt“, sagte Konzernchef Rudolf Staudigl am Mittwoch in München. „In allen Segmenten waren die Umsätze dank der guten Kundennachfrage deutlich höher als vor einem Jahr. Insgesamt verzeichnen wir das bislang umsatzstärkste Schlussquartal.“


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Investitionen halbiert

Die Investitionen von Wacker im Geschäftsjahr 2016 lagen nach den vorläufigen Zahlen bei 430 Mio. EUR (2015: 834 Mio. EUR). Sie haben sich damit gegenüber dem Vorjahr fast halbiert. Der Großteil der Investitionen ging in den Ausbau der Kapazitäten für fertige Silikonprodukte, die Modernisierung der Kristallziehanlagen von Siltronic sowie in die Fertigstellung des Polysiliciumstandorts Charleston im US-Bundesstaat Tennessee. Das Unternehmen hat dort im 3. Quartal 2016 die Inbetriebnahme der Produktionsanlagen wie geplant abgeschlossen.

Der Netto-Cashflow des Konzerns ist wie prognostiziert deutlich positiv. Er belief sich auf rund 400 Mio. EUR (2015: 23 Mio. EUR). Die erheblich niedrigeren Investitionen sind der wesentliche Grund für diesen starken Anstieg. Die Nettofinanzschulden liegen wie erwartet leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Sie lagen zum Stichtag 31. Dezember 2016 bei 990 Mio. EUR (31.12.2015: 1,07 Mrd. EUR).