Die Referenten des Pigments Symposium 2017 in Las Vegas.
(Bildquelle: alle Lanxess)

Die Referenten des Pigments Symposium 2017 in Las Vegas.
(Bildquelle: alle Lanxess)

Mehr als 100 Teilnehmer – darunter Kunden, Vertriebspartner und Repräsentanten von Verbänden der Pigmentindustrie – haben der Lanxess-Veranstaltung in Las Vegas beigewohnt. Die Agenda beinhaltete unter anderem einen Ausblick auf die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen und die wachsende Dynamik innerhalb der Produktion.
Nach zwei erfolgreichen Veranstaltungen in China in den Jahren 2013 und 2015 hat IPG das Symposium diesmal in den USA veranstaltet. Während der asiatische Markt moderatere Wachstumsraten ausweist, zeichnet sich der nordamerikanische Pigmentmarkt durch deutliche Zuwächse aus und entwickelt sich zu einem Eckpfeiler des globalen Pigmentgeschäfts des deutschen Spezialchemie-Unternehmens.
In seiner Eröffnungsrede erläuterte Jörg Hellwig, Leiter des Lanxess-Geschäftsbereichs Inorganic Pigments, dass der wirtschaftliche Aufschwung eine steigende Nachfrage nach synthetischen Eisenoxidpigmenten ausgelöst hat. Hinzu komme, dass der Konsolidierungstrend in China das Risiko von Marktengpässen bei Eisenoxiden erhöhe. Die deutsche Spezialchemie-Gruppe hat darauf mit dem Bau eines Pigmentwerks in Ningbo, China, reagiert, das speziell darauf ausgelegt ist, umweltfreundlich und nachhaltig zu produzieren. Dr. Chad Moutray, Chefökonom des US-amerikanischen Industrieverbands National Association of Manufacturers (NAM), bot einen Ausblick auf die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen sowie die zunehmende Dynamik bei der Produktion und resümierte, dass die USA auch zukünftig ein attraktiver Standort für Wirtschaftsunternehmen, speziell im Chemiesektor, sein wird.
Darüber hinaus fanden während des Symposiums moderierte Gesprächsrunden inklusive Kurzpräsentationen zu den Themenbereichen Bau, Kunststoffe sowie Farben und Lacke statt – allesamt Schlüsselindustrien für die Pigmentbranche. Die fünf Redner Dr. Ryan Dirkx, Arkema, Mark Bruner, Berater in der Kunststoffindustrie, Stuart Lipskin, BYK USA, Dr. Antonio Blasco, Esmalglass-Itaca Grupo, und Dr. Brij Mohal, Chromaflo Technologies, gaben einen Einblick in wichtige Technologie-Trends aus ihren Branchen und zeigten anhand von konkreten Beispielen, wie diese durch Produktinnovationen umgesetzt werden.

„Grüne“ Ziele der Pigmentindustrie

Begeleitende Ausstellung: Am Rande des  Symposiums wurden Innovationen im Bereich Eisenoxidpigmente vorgestellt.

Begeleitende Ausstellung: Am Rande des Symposiums wurden Innovationen im Bereich Eisenoxidpigmente vorgestellt.

In einer Präsentation über „Green Building Standards“ sprach Deborah Philips, Vice President of Responsible Care and Value Chain Outreach beim amerikanischen Chemieverband American Chemistry Council (ACC), über die bedeutende Rolle der Chemieindustrie in diesem Bereich – unbenommen der kritischen öffentlichen Wahrnehmung von Chemie. Sie betonte, dass Gesundheit und Wohlbefinden bei den Konsumenten zunehmend an Relevanz gewinnen – eine Herausforderung für die Wissenschaft und die Schärfung der öffentlichen Wahrnehmung. „Die Chemieindustrie muss dafür sorgen, dass sie diesem Anspruch mit Offenheit begegnet und zeigen, dass sie Risiken verlässlich beurteilen kann und wissenschaftsbasierte Lösungsansätze ermöglicht.“ Das Prinzip enger Zusammenarbeit und vertrauensvoller Partnerschaft machte auch Steve Kooy, Director of Sales and Marketing bei SCS Global Services, in seiner Präsentation über den Trend des nachhaltigen Bauens zum Thema. „Green Building Standards“ seien weltweit bereits weit verbreitet, auch in den Entwicklungsländern werde sich diese Entwicklung laut Kooy langfristig zunehmend bemerkbar machen – gestiegene Kundenbedürfnisse, strengere Umweltregulierungen und soziale Impulse nannte er als Gründe dafür.

In seinem Schlusswort betonte Hellwig: „Es geht um Menschen, die etwas von anderen Menschen kaufen und hierfür ist Vertrauen das Allerwichtigste. Wir fühlen uns gegenüber all unseren Stakeholdern in dieser eng verzahnten Wertschöpfungskette verantwortlich. Ich bin überzeugt davon, dass Veranstaltungen wie die heutige der richtige Weg sind, um Stakeholder unserer Industrie zusammenzubringen.“