Die neue Tischmaschine mit einer Schießkraft von 63 kN ist mit einer Schneckenplastifizierung ausgerüstet. (Bildquelle: alle Dr. Boy)

Die neue Tischmaschine mit einer Schießkraft von 63 kN ist mit einer Schneckenplastifizierung ausgerüstet. (Bildquelle: alle Dr. Boy)

„Die K 2016 war die ideale Plattform, um dem internationalen Fachpublikum unsere Innovationen zu präsentieren“, erklärt Alfred Schiffer, geschäftsführerender Gesellschafter von Dr. Boy, Neustadt-Fernthal, und ergänzt: „Wir konnten feststellen, dass Industrie 4.0 in der Kunststoff- und Kautschukbranche immer mehr Fuß fasst. Besonders gefragt bei den zahlreichen Besuchern auf unserem Messestand waren die neue Boy XXS Spritzgießmaschine, die individuellen und auf die jeweilige Anwendung angepassten Automationslösungen, die Industrie 4.0 – Anwendung sowie unsere neue Steuerung Procan Alpha 4.“

Die neue Tisch-/Table-Top-Spritzgießmaschine Boy XXS – eine Weiterentwicklung der XS − ist speziell für den Produktions- aber auch für den Laborbereich konzipiert und verfügt über eine Schließkraft von 63 kN. Alle Mikroformen namhafter Normalien-Hersteller lassen sich leicht in das Zwei-Plattenschließsystem einbauen. Die kompakte Spritzgießmaschine verfügt über eine Schneckenplastifizierung im Durchmesserbereich von 8 – 18 mm (max. Einspritzvolumen von 10,2 cm³). Kurze Verweilzeiten des Materiales innerhalb der Plastifiziereinheit und eine schonendere Materialverarbeitung nach dem FiFo-Prinzip (First in – First out) bieten Vorteile bei der Verarbeitung temperaturempfindlicher Materialien. Alle Merkmale der Spritzgießmaschinen des Unternehmens, wie eine industrielle Dauereinsatzfähigkeit, die intuitive Maschinensteuerung Procan Alpha und die kompakten Abmessungen finden sich auch in der XXS wieder. Optional kann die Tischmaschine mit einem fahrbaren Untergestell geordert werden.

Neues Linearhandling

Beim neuen Linearhandling können die drei Linearachsen des Handlings sowie die Bewegungen der Greiferarme über ein intuitives Bedienkonzept gesteuert werden.

Beim neuen Linearhandling können die drei Linearachsen des Handlings sowie die Bewegungen der Greiferarme über ein intuitives Bedienkonzept gesteuert werden.

Premiere auf der K 2016 feierte auch das neue servomotorische Linearhandling LR5.  Dessen intuitives Bedienerkonzept ermöglicht die Steuerung der drei Linearachsen des Handlings sowie die Bewegungen der Greiferhand. So können auch Anwender ohne vertiefte Fachkenntnisse die Bewegungsabläufe steuern und anpassen. Das für die Maschinengrößen 35 E und 100 E konzipierte Handling ist vollständig mit Antriebstechnik „made in Germany“ bestückt. Durch seine modulare Bauweise sind individuelle Ausführungen mit verschiedenen Verfahrwegen – X-Achse 300 und 500 mm, Y-Achse 600, 800 und 1.000 mm, Z-Achse 950, 1.500 und 2.000 mm – erhältlich.

Viel Beachtung beim Messepublikum löste der Spezialist für Spritzgießautomaten bis 1.000 kN zudem mit einer ganz besonderen Industrie 4.0-Anwendung aus: Auf personalisierten − und auf Wunsch gefüllten − Biergläsern wurden über einen QR-Code die Prozess- und Besucherdaten gedruckt. Hierzu arbeiteten zwei Roboter auf einer 35 VV zusammen. Die Besucher konnten ihren Drink direkt aus der Roboterhand entnehmen.

Die logische Erweiterung des Servo-Antriebs

Bei dem neuen Antriebskonzept Multi-Drive von Boy übernehmen zwei energieeffiziente Servo-Antriebe parallel oder gemeinsam die Antriebsfunktionen. Mit dieser Technologie lassen sich Anwendungen mit hohen Einspritzmengen oder –geschwindigkeiten oder als Schnellläufer mit kurzen Zyklus- und Kühlzeiten effizienter realisieren. Im Spritzgießzyklus lassen sich die Einsatzzeiten beider Pumpen individuell konfigurieren. So sind simultane Bewegungen wie z. B. Werkzeug öffnen und parallele Auswerferbewegung, Kernzüge oder Abläufe der verschiedenen Achsen leicht kombinierbar. Im Gegensatz zu den elektromechanisch angetriebenen Spritzgießmaschinen – die für jede Achse einen eigenen Servomotor vorhalten müssen und so eine große Anschlussleistung aufweisen – agiert der Multi-Drive mit nur zwei Antriebsmotoren und weist so energetische Vorteile auf.

Insgesamt blickt der geschäftsführende Gesellschafter Alfred Schiffer auf eine außerordentlich erfolgreiche K 2016 zurück: „Zahlreich getätigte Abschlüsse bereits während der achttägigen Messe sowie eine Vielzahl an aussichtsreichen Projekten lassen für Dr. Boy noch viel Positives erwarten.“