"Die konservative und langfristige Orientierung des Mittelstandes bietet, aus meiner Sicht, die beste Basis, um seine Kräfte zum Markt hin voll zur Wirkung zu bringen", erläutert Frank Herzog, geschäftsführender Gesellschafter von Concept Laser. (Bildquelle: Concept Laser)

„Die konservative und langfristige Orientierung des Mittelstandes bietet, aus meiner Sicht, die beste Basis, um seine Kräfte zum Markt hin voll zur Wirkung zu bringen“, erläutert Frank Herzog, geschäftsführender Gesellschafter von Concept Laser. (Bildquelle: Concept Laser)

2014 wurden als Auftragseingang 110 Maschinen verbucht (2013: 84 Maschinen). Dies entspricht einem Wachstum von rund 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der rasant ansteigende Umsatz trug vor allem der Absatz von Großanlagen in der 1000W-Laser-Klasse. Auch die Mitarbeiterzahl stieg zum Jahresende 2014 auf 103 an, was einem Wachstum von ca. 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Zu den aktuell wichtigsten Forschungsprojekten des Unternehmens gehört die Adaptation der Multi-Laser-Technologie auf die Baureihen, die nach dem Laser-Cusing-Verfahren arbeiten. bei dem nacheinander die einzelnen Bereiche einer Schicht abgearbeitet werden, was zu weniger Spannungen bei großvolumigen Bauteilen führt. Der Multi-Laser-Einsatz soll dabei die Aufbaugeschwindigkeiten erhöhen. Erfahrungswerte lassen eine um 80 Prozent höhere Aufbaurate erwarten. Ein weiteres Projekt ist die Echtzeitüberwachung des Fertigungsprozesses aus Gründen der Qualitätssicherung. Das Unternehmen nennt das QM-Meltpool 3D. Im laufenden Jahr will das Unternehmen einen neuen 3D-Drucker an auf den Markt bringen. Der X Line 2000R verfügt über zwei 1000 Watt-Laser mit variabler Optik.

Insgesamt investiert das Unternehmen 10 Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung. „Die konservative und langfristige Orientierung des Mittelstandes bietet, aus meiner Sicht, die beste Basis, um seine Kräfte zum Markt hin voll zur Wirkung zu bringen“, erläutert Frank Herzog, geschäftsführender Gesellschafter von Concept Laser.

Für zukünftiges Wachstum baute der Hersteller seine Produktionskapazitäten aus. So soll die Fertigung in der neuen Halle mit 3.500 m² Grundfläche in Kürze beginnen. Das vervielfacht die Kapazität um den Faktor 2,5. Schon seit 2014 in Betrieb ist das Entwicklungszentrum für Prozessweiterentwicklung und Materialforschung. Um der Nachfrage der Luft- und Raumfahrtindustrie gerecht zu werden, gründete das Unternehmen zusätzlich eine Tochtergesellschaft in den USA. Seit Sommer 2014 existiert die Concept Laser Inc. in Dallas, USA, und betreut die dortigen Kunden. In diesem Jahr kommt ein Showroom dazu.

Auf der Basis der Unternehmenszahlen und den günstigen Marktprognosen für Additive Manufacturing will Concept Laser seine Produktionskapazität sowie die Prduktpalette mittelfristig ausbauen. Zudem entwickelt sich China weiter zu einem der wichtigsten Absatz- und Zukunftsmärkte. Darum plant das Unternehmen, die dortige Niederlassung personell und strukturell zu verstärken.

(dl)