Der Sechsachser bewegt Teile mit einem Gewicht von 165 kg bei einer Reichweite von 3.680 mm. (Bildquelle: Stäubli)

Der Sechsachser bewegt Teile mit einem Gewicht von 165 kg bei einer Reichweite von 3.680 mm. (Bildquelle: Stäubli)

Auch Änderungen an der Kinematik wirken sich auf den Energieverbrauch aus. So verringert die Kombination eines Schwenkarms mit Linearachsen den Strombedarf um die Hälfte. Auf dem Gebiet der Greifertechnik standen das Handling von CFK-Preforms und die Funktionsintegration im Mittelpunkt. So ermöglicht ein Greifer mit Nachführeinheiten ein präzises Positionieren von CFK-Gelegen ohne Falten­bildung.

Mit der Anzahl der eingesetzten Roboter nimmt auch deren Einsatzspektrum zu. Um dieser Entwicklung entgegenzukommen, stellte Stäubli, Bayreuth, eine Shelfroboter des Typs TX340 SH vor und erweiterte damit seine Produktpalette um ein Teileentnahme-Gerät, das auf der festen Formhälfte der Spritzgießmaschine montiert ist. Diese Position spart einerseits Platz im Vergleich zur Montage auf der Bediengegenseite und ermöglicht andererseits ein unkompliziertes Entnehmen der Bauteile von oben. Der Sechsachser bewegt Teile mit einem Gewicht von 165 kg mit einer Reichweite von 3.680 mm. Das schafft er mit einer Wiederholgenauigkeit von ±0,1 mm über den gesamten Arbeitsbereich. Für den Einsatz in rauen Industrie-Umgebungen erfüllt er die Schutzart IP65. Um Material und Gewicht zu sparen, haben die Konstrukteure an für die Steifigkeit nicht relevanten Stellen Durchbrüche vorgesehen – insbesondere im Bereich des Karussells. Das macht den Roboter energieeffizienter und agiler. Wie alle Roboter des Herstellers arbeitet auch dieses Modell mit dem Stäubli Controller CS8C.

Der Roboter kombiniert Linearbewegungen mit einem Schwenkarm. Laut Hersteller verbraucht das Gerät dadurch im Vergleich zu Modellen gleicher Größe weniger als halb so viel Energie. (Bildquelle: Engel)

Der Roboter kombiniert Linearbewegungen mit einem Schwenkarm. Laut Hersteller verbraucht das Gerät dadurch im Vergleich zu Modellen gleicher Größe weniger als halb so viel Energie. (Bildquelle: Engel)

Mit einem ganzen Strauß an neuen Robotern kam Wittmann, Nürnberg, nach Friedrichshafen. Der Roboterhersteller zeigte die auf der K in Düsseldorf angekündigten Lineargeräte der W8-pro-Serie. Mit Beginn der Fakuma sind alle Modelle verfügbar, vom W832 pro bis zum W843 pro. Gegenüber der W8xx-Serie ohne „pro” führen die Linearroboter weniger Kabel in den Energie­ketten mit, was die zu bewegende Masse verringert. Das erreicht der Hersteller durch neu angeordnete Steuerungskomponenten. Auch die Energieketten selbst hat er überarbeitet, wodurch sie ruhiger laufen. Zudem erhöhte das Unternehmen die Steifigkeit der Y-Achse. Dazu kommen ins Gehäuse integrierte farbige LEDs, die den Roboterstatus anzeigen. Für die Modelle W832, W833 und W843 – jeweils mit dem Zusatz „pro” zu denken – ist zudem eine Vakuum-Sparschaltung erhältlich. Der Hersteller rechnet vor, dass sich damit in Verbindung mit einer effizienteren Venturi-Düse rund 78 Prozent der Druckluft einsparen lässt. Zudem sind alle Roboter der W8xx-pro-Serie in einer High-Speed-Variante (HS) erhältlich. Darüber hinaus zeigt das Unternehmen den Servopicker Robot WS80 mit einer Traglast von 0,5 kg. Den Roboter treiben die gleichen Servomotoren an, die auch bei den CNC-Geräten des Herstellers zum Einsatz kommen. Er eignet sich für Spritzgießmaschinen bis 1.500 kN Schließkraft.

Die Hubeinheiten des Greifers ermöglichen das Einbringen eines definierten Spannungsprofils der Organobleche, um das Bilden von Falten beim anschließenden Umformen im Werkzeug zu verhindern. (Bildquelle: ASS Maschinenbau)

Die Hubeinheiten des Greifers ermöglichen das Einbringen eines definierten Spannungsprofils der Organobleche, um das Bilden von Falten beim anschließenden Umformen im Werkzeug zu verhindern. (Bildquelle: ASS Maschinenbau)

Ebenfalls einen Angusspicker hatte Engel, Schwertberg, im Gepäck. Der ­E-Pic genannte Roboter kombiniert Linearbewegungen mit einem Schwenk­arm. Laut Hersteller verbraucht das Gerät dadurch im Vergleich zu Modellen gleicher Größe weniger als halb so viel Energie. Er ist wahlweise mit eigener Steuerung erhältlich – um ihn auf Spritzgießmaschinen aller Hersteller einzusetzen – oder er lässt sich mit der herstellereigenen Maschinen-Steuerung CC300 bedienen. In beiden Fällen benötigt der Picker weder einen separaten Ständer noch einen externen Schaltschrank, da die Elektronik in den mechanischen Aufbau integriert ist. Er ist ausgelegt für das Entnehmen und das Handling von kleinen Teilen und Angüssen bis zu einem Gewicht von 2 kg, auf Spritzgießmaschinen bis zu einer Schließkraft von 2.200 kN.

In Sachen Greifertechnik zeigte ASS Maschinenbau, Overath, dass sich auch biegeschlaffe Teile, wie vorgewärmte CFK-Preforms, zuverlässig greifen und – noch wichtiger – positionsgenau ablegen lassen. Der Greifer verfügt über Nachführeinheiten mit Linear­potentiometer. Diese Hubeinheiten ermöglichen das Einbringen eines definierten Spannungsprofils der Organobleche, um das Bilden von Falten beim anschließenden Umformen im Werkzeug zu verhindern.

David Löh

Über den Autor

David Löh

ist Redakteur des Plastverarbeiter.

david.loeh@huethig.de