Bild

SPRITZGIESSMASCHINEN Auf der Medtec in Stuttgart wird auf einer MicroPower 15/7,5 ein Medizin-Clip mit einem Teilegewicht von 0,003 Gramm aus POM in einer Zykluszeit von vier Sekunden hergestellt.

Die Maschine stammt aus dem Hause Wittmann Battenfeld. Das POM von Ticona wird mit einem 4-fach-Werkzeug von Microsystems UK verspritzt. Die vollelektrische Spritzgießmaschine ist im Schließkraftbereich zwischen fünf und fünfzehn Tonnen verfügbar und für den Präzisions- und Mikrospritzguss konzipiert. Aufgrund ihrer Wirtschaftlichkeit, Prozesssicherheit und Geschwindigkeit eignet sie sich besonders für medizintechnische Teile. Von besonderem Interesse ist das innovative zweistufige Schnecken-Kolben-Spritzaggregat mit einem Schussvolumen von 0,05 bis 3 cm³. Über dieses Aggregat wird thermisch homogene Masse eingespritzt, mit dem Resultat qualitativ hochwertiger Teile bei besonders stabilen Produktionsbedingungen und kurzen Zykluszeiten. Aufgrund der kurzen Zykluszeiten sowie des geringen Material- und Energieverbrauchs ist die Maschinenbaureihe besonders wirtschaftlich. So lassen sich gegenüber Standardmaschinen Kosteneinsparungen im Bereich von 30 % bis 50 % erreichen. Zur Wirtschaftlichkeit trägt ferner die Abstimmung der gesamten Peripherie auf die Fertigung von Kleinst- und Mikroteilen wesentlich bei. Das modular aufgebaute System der Maschine besteht aus einer Basis-Plattform, die je nach Anforderungen durch Drehteller, Entnahmehandling, integrierte Qualitätskontrolle mittels Bildverarbeitung, Reinraummodul bis hin zur vollwertigen Produktionszelle erweitert werden kann. Für Medizinanwendungen sind das reinraumtaugliche Design sowie das Reinraummodul, das eine Reinluft der Klasse 6 nach ISO 14644-1 ermöglicht, die wichtigsten Voraussetzungen. Die Teile werden bei dieser Anwendung im Reinraum gespritzt, geprüft und abgelegt.