Mit 18 Exponaten aus den Business Units Automotive, Technical Moulding, Teletronics, Packaging und Medical stellte das Unternehmen mit seinem Symposium einen weiteren Rekord auf: Die Innovationsdichte war noch einmal höher als bei früheren Veranstaltungen. Erstmalig zeigte der Hersteller in seinem Großmaschinenwerk in St. Valentin beispielsweise das Dolphin-Verfahren für die Herstellung hochwertiger Automobil-Innenraumteile mit Softtouch-Oberfläche, dessen erste Serienanwendung im Herbst vergangenen Jahres startete. Die Anwendung lief auf einer duo-1500-combi-M-Spritzgießmaschine mit einem hohen Automatisierungs- und Prozessintegrationsgrad.

Weiterhin gezeigt wurden die Fertigung von extrem dünnwandigen und gleichzeitig hochdekorierten Laptop-Covers im Reinraum, der hohe Integrationsgrad einer Fertigungszelle zur Herstellung von Lampengehäusen inklusive Dichtraupe auf kleinster Stellfläche sowie das zwei Meter hohe Werkzeug zur Herstellung von Pressgabeln für Bodenwischer im Engel-gasmelt-Verfahren, das wegen der Holmlos-Technik auf eine vergleichsweise kleine Spritzgießmaschine der Baureihe victory mit nur 500 t Schließkraft passt.

Zwei Maschinentypen feierten während des Symposiums ihre Weltpremiere: die elektrifizierte Variante der duo-Großmaschine, die e-duo, und die neue vollelektrische Spritzgießmaschine e-mac für höchste Präzisionsanforderungen im technischen Spritzguss. Zudem gab es „Entwicklung live”: Mit der Fertigung von Einlegern für Bremspedale in neuartiger Insitu-Polymerisationstechnologie auf einer Prototyp-Maschine bot das Unternehmen den Besuchern einen Ausblick in die Zukunft des automobilen Leichtbaus.

Schwerpunkte der Vorträge an den beiden Symposium-Vormittagen im Design Center in Linz waren Verbesserungspotenziale entlang der Spritzgießprozesskette vom Plastifizieren über das Mischen bis zum Kühlen, neue Möglichkeiten der Prozessüberwachung, die Energieeffizienz innovativer Antriebslösungen sowie Leichtbautechnologien. Unter anderem referierten die Entwicklungsleiter Georg Steinbichler und Gerhard Dimmler sowie Peter Egger, Leiter des neuen Engel-Technologiezentrums für Leichtbau-Composites in St. Valentin. Gemeinsam mit Partnern werden dort Faserverbundtechnologien noch intensiver als bislang weiterentwickelt.

40 Systempartner des Spritzgießmaschinenbauers aus den Bereichen Rohmaterial, Werkzeugbau und Temperiertechnik, Automatisierung, Granulathandling, Qualitätssicherung und Reinraumtechnik stellten rund um die Exponate ihre Produkte und Lösungen aus. Sie unterstrichen damit die Systemlösungskompetenz von Engel.

(dw)